Märkte, Zinsen & Bitcoin

Scharfe Geldpolitik, hohe Inflationsrate und gleichzeitig weltweit eine sehr gute Konjunktur. Und jetzt kommen die ersten Konsequenzen bei dem Thema Bankenkrise durch. Wie geht es weiter? 

 

Die Notenbanken in den USA haben die Zinsen innerhalb eines Jahres von 0% auf 5% angehoben. Die Liquidität nach der Corona-Krise war sehr hoch. Das Geld musste in den Märkten angelegt werden. Das Kreditvolumen war ausgeschöpft, so haben die Banken Staatsanleihen gekauft. Zu diesem Zeitpunkt waren die Staatsanleihen auf Höchstkursen. Da die Zinsen enorm angestiegen sind, wurden die früheren Anleihen mit starken Kursverlusten konfrontiert. Somit müssten die Banken eine Wertberichtigung in ihren Bilanzen vornehmen. Dies wird jedoch erst kritisch, wenn die Anleger ihre Einlagen von den Banken abziehen. Dies ist in den USA geschehen. 

 

Die Bankenkrise ist eine Liquiditätskrise und kein systemischer Fehler wie in der Finanzkrise im Jahre 2008. Je mehr Bankenkrisen, desto besser entwickeln sich Alternativen wie Gold oder Bitcoin.

 

Doch ich sehe eine baldige Wirtschaftskrise kommen. Die Unternehmen haben Rekordgewinne, die Konsumenten werden von den Staaten mit geldpolitischen Maßnahmen bei Laune gehalten, die Gewerkschaften sind bei Tarifverhandlungen erfolgreich. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo die Wirtschaft ins Stocken gerät. Einige Mittelständler verlagern schon ihre Produktion ins Ausland, weil die Energiekosten in Deutschland zu hoch sind. Es gibt keine sanfte Bremsung der Wirtschaft. Die Inflation kann nur bekämpft werden, wenn man die Wirtschaft hart abbremst. 

 

Ein Vertreter der Bank of England hat vor einigen Tagen gesagt, die Leute sollten sich daran gewöhnen etwas ärmer zu werden, denn sonst bekomme man die Inflation nie in den Griff.